Recherchen zur Zeitgeschichte - Analysen, Dokumentationen, Materialsammlungen
© Recherchen zur Zeitgeschichte - 2009 - 2020 - Version 02.Februar 2020
Männer der ersten Stunde - ihre Literatur, ihre Message, ihr Herangehen
Im Jahr 2001 erschien in der <Edition Ost> das Buch “Ohne Mauer hätte es Krieg gegeben”, der Autoren Fritz Streletz u. Heinz Kessler. Beide Autoren waren zu DDR Zeiten hochrangige Militärs der einzigen deutschen Armee, die keinen Krieg führte. Das Werk zeigt in kurzer prägnanter Form auf, wie vertrackt die Situation an der Nahtstelle der beiden Systeme, die kleine DDR, mit schwachen eigenen Kräften u. Möglichkeiten, im Brennpunkt der Ereignisse war. Auch wenn man den Auto-r - en aus den bekannten Bil lig medien unterstellt, lediglich ihre Visionen retten zu wollen oder Betonköpfe u. Stalinisten zu sein, so dämlich waren die Au to ren natürlich nicht u. das Wissen um die tatsächlichen Abläufe, die 1961 zum Bau der Berliner Mau- er führten, lassen sich auch in den Argumentationen dieses Buches finden. Wäre man tatsächlich den Vorschlägen STALINS 1952 gefolgt, hätte es eine BRD nach heutigem Zuschnitt nie gegeben. S iehe auch:
Stalin hatte im März 1952 (!) in einer ersten Note an die Westalliierten vorgeschlagen, wovon die BRD heute noch weit entfernt ist: 1. Deutschland wird als einheitlicher Staat wiederhergestellt. Damit wird der Spaltung Deutschlands ein Ende ge - macht u. das geeinte Deutschland gewinnt die Möglichkeit, sich als un ab hängiger, demokratischer, fried lieben der Staat zu entwickeln. 2. Sämtliche Streitkräfte der Besatzungsmächte müssen spätestens ein Jahr nach Inkrafttreten des Frie dens ver tra g - es aus Deutschland abgezogen werden. Gleichzeitig werden sämtliche ausländische Militärstützpunkte auf dem Ter ri - t o rium Deutschlands liquidiert. 3. Dem deutschen Volke müssen die demokratischen Rechte gewährleistet sein, damit alle unter deutscher Recht - spre chung stehenden Personen ohne Unterschied der Rasse, des Ge schlechts, der Sprache oder der Re ligion die Men schenrechte u. die Grundfreiheiten genießen, einschließlich der Redefreiheit, der Pressefreiheit, des Rechts der freien Religionsaus üb ung, der Freiheit der politischen Überzeugung u. der Versammlungsfreiheit. 4. In Deutschland muß den demokratischen Parteien u. Organisationen freie Betätigung gewährleistet sein; sie müs- sen das Recht haben, über ihre inneren Angelegenheiten frei zu ent schei den, Tagungen u. Versammlungen abzuhal- ten, Pres se- u. Publikationsfreiheit zu genießen. 5. Auf dem Territorium Deutschland dürfen Organisationen, die der Demokratie u. der Sache der Erhaltung des Frie - dens feindlich sind, nicht bestehen. 6. Allen ehemaligen Angehörigen der deutschen Armee, einschließlich der Offiziere u. Generale, allen ehemaligen Na zis, mit Ausnahme derer, die nach Gerichtsurteil eine Strafe für von ihnen begangene Verbrechen verbüßen, müs s - en die gleichen bürgerlichen u. politischen Rechte wie allen anderen deutschen Bürgern gewährt werden zur Tei l nah - me am Auf bau eines friedliebenden, demokratischen Deutschland. 7. Deutschland verpflichtet sich, keinerlei Koalitionen oder Militärbündnisse einzugehen, die sich gegen irgendeinen Staat richten, der mit seinen Streitkräften am Krieg gegen Deutschland teilgenommen hat.
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